Auch Lernen will gelernt sein.

Kennst du das Gefühl vor einem Themengebiet zu sitzen und dir zu denken: Ich weiß gar nicht, wo und wie ich anfangen soll zu lernen…? Wenn du dich für eine Prüfung mit umfangreichem Lernstoff vorbereitest, kann es sehr schwer sein, sich zum Anfangen zu motivieren, da die Aufgabe so groß wirkt und man sich unsicher ist, wie man am besten beginnen sollte. Und der innere Schweinehund ist auch noch da…

Wie findet man also einen Anfang?

Ein erfolgreicher Ironman-Trainer hat mal gesagt, das er sich immer nur Gedanken über die nächsten 50 Meter macht. Die schafft man sicher. Ein Ironman besteht aus knapp 4 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und einem Marathon. Das ist eine große Aufgabe auch für Profis. Es ist allerdings klar wie hier vorgegangen werden muss: Immer die nächsten 50 Meter. Dann kommt man ins Ziel.

Bei Prüfungen ist es ähnlich. Man hat schon von den Kollegen gehört, dass diese Prüfung 500 Seiten aus einem Buch und noch mindestens drei weiterführende  Bücher als Grundlange hat. Wichtig ist aber überhaupt anzufangen!!! Die nächsten 7 Seiten lesen, die nächsten 7 Begriffe lernen.

Um das ganze erfolgreich zu gestalten hilft eine strukturierte Herangehensweise. Man sollte verschiedene Methoden ausprobieren um herauszufinden, was für einen persönlich passt. Wie fast überall im Leben gibt es auch für das Lernen kein Kochrezept, das für alle Personen funktioniert. Faktoren, wie Situationsmerkmale (z. B. Ort des Lernens), Personenmerkmale (z. B. jeweiliger Lerntypus) und interne Prozesse (z. B. subjektive Wichtigkeit der Aufgabe), spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und beeinflussen sich gegenseitig. Lernen ist eine schwierige und komplexe Aufgabe, aber es gibt unterschiedliche Strategien, die das Herangehen und Verstehen von Lernstoff erleichtern können.
Das Drei-Phasen-Lernstrategien-Modell beschreibt drei Arten von Lernstrategien:
1. metakognitive Lernstrategien
2. ressourcenbezogene Lernstrategien
3. kognitive Lernstrategien

Die metakognitiven Lernstrategien steuern das Lernen (Was kann ich schon? Was fehlt noch?), während die ressourcenbezogenen Lernstrategien den Raum für das Lernen, innerlich sowie äußerlich, schaffen (z.B. Anstrengungsbereitschaft oder Lerngruppen). Die kognitiven Lernstrategien helfen bei der konkreten Verarbeitung von Inhalten. Hier geht es um das lernen an sich, also konkrete Techniken (LOCI-Methode, Geschichten-Technik).
Woran möchtest du arbeiten?

Viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen im März!

H. J. R.
Literaturhinweis:
Wild, K-P. (Hrsg.). (2000). Lernstrategien im Studium. Münster: Waxmann.

Ziele erfolgreich umsetzen – was macht den Unterschied?

Wenn wir uns große Ziele setzen machen wir meist einen Plan, um sie auch zu erreichen. Das gelingt uns mal besser und mal schlechter, es gibt zahlreiche Faktoren die uns von unserem Ziel abbringen können. Heute wollen wir uns anschauen, wie denn nun ein möglichst wirkungsvoller, ja fast “perfekter” Plan aussehen soll und was daran wirkt.

Richard Wiseman, Psychologie-Professeor und Hobby-Magier hat eine Studie mit über 5000 Personen weltweit durchgeführt, um herauszufinden welche Methoden zur Zielerreichung am wirksamsten sind. Nur 10 % der Teilnehmer haben ihre Ziele am Ende der Studie erreicht. Was haben sie anders gemacht?

1. Sie hatten einen Schritt-für-Schritt Plan und 2. Sie haben sich belohnt, nicht bestraft

Erfolgreiche Teilnehmer der Studie hatten alle einen Plan mit Zwischen-Zielen, meßbaren Bewertungskriterien, klaren Zeitangaben und haben sich regelmäßig für das Einhalten der Ziele belohnt. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Schritt 1

Mein 1. Zwischenziel ist…

Ich glaube ich kann dieses Ziel erreichen, weil…

Um dieses Ziel zu erreichen, werde ich…

Dieses Ziel wird erreicht sein bis…

Meine Belohnung dafür ist…

Schritt 2

Mein 2. Zwischenziel ist…

etc.

2. Sie haben sich die Vorteile in der Zukunft regelmäßig vor Augen geführt.

Antonio Damasio hat in seiner Forschung zur Zeitorientierung herausgefunden, dass die Fokussierung auf positive Ergebnisse, die in der Zukunft liegen, uns am meisten motiviert. Dieser “Ausblick” auf ein gutes Gefühl für eine gemeisterte Prüfung, eine erfolgreiche Job-Bewerbung, mehr Sportlichkeit oder einfach ein paar Kilo abgenommen zu haben hat die Teilnehmer dauerhaft an ihre Ziele und das damit assoziierte Wohlbefinden gebunden.

3. Sie haben ihre Absichten öffentlich gemacht.

Die Teilnehmer, die Freunde und Bekannte in ihre Pläne eingeweiht hatten, sind länger bei ihren Vorhaben geblieben. Auf der einen Seite hat sich die “Verpflichtung” gegenüber sich selbst, den Plan auch einzuhalten, ausgeweitet auf einen größeren Kreis an Menschen die nachfragen und denen man von Erfolg oder eben Mißerfolg berichten konnte. Auf der anderen Seite boten die Freunde Unterstützung und Rat, wenn es schwierig wurde, das Geplante auch durchzuhalten. So wirkte die Öffentlichkeit der Ziele doppelt, als Kontrolle, aber auch als Motivator und Unterstützer.

Entscheidend bei allen Teilnehmern war, dass sie diese Überlegungen auch verschriftlicht hatten. Dabei kann es helfen, den Plan an einem immer sichtbaren Platz in der Wohnung, im Kalendar oder auf dem Laptop anzubringen. So wird man erinnert und behält sein Ziel vor Augen.

Wenn wir uns diese recht simplen Schritte ins Gedächtnis rufen gehören wir vielleicht bei unserem nächsten Vorhaben schon zu den 10%, die ihre Ziele auch wirklich umgesetzt haben…

J.R.

 

 

 

Was will ICH wirklich?

Wie finde ich heraus, was ich wirklich will?
Leider gibt es kein Patentrezept, welches hilft, genau das heraus zu finden. Diese Frage kann auch kein Coach, Therapeut oder sonst irgendjemand beantworten. Das können nur Sie selbst.

Es ist schwer, eine solche Frage vollständig zu beantworten. Oft ändern sich Ziele und Wünsche. Manchmal hat man eine neue Erkenntnis oder vermeintlich klare Ziele werden unwichtig oder verändert.
Deswegen ist es auch richtig sich Hilfe zu suchen, wenn man mal hängt und nicht weiter weiß. Sei es aufgrund unklarer Umstände oder weil man keine Ahnung hat, wie gesteckte Ziele erreicht werden sollen.
Eine Möglichkeit persönliche Ziele deutlich zu machen, ist sich vorzustellen, wo man in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren sein will.

Was möchte Ich erreicht haben?

Wo will Ich sein?

Sind diese Fragen beantwortet, kann ich mich mit dem Weg dahin auseinander setzen und Etappen- und Zwischenziele ableiten.
Meist ist es äußerst hilfreich, einfach anzufangen, einfach zu beginnen. Es werden Fehler passieren und es wird Rückschläge geben, aber aktiv werden ist der Schlüssel für Veränderung. Erinnern Sie sich an den Bogenschützen/ die Bogenschützin. Es gibt ein klares Ziel, es gibt klare Mittel. Es wird jedoch nichts passieren, wenn ich als Schütze nicht aktiv werde. Aktiv sein, bedeutet anzufangen.
Soweit die Theorie.

Meine Empfehlung an Sie ist, in der nächsten Situation, in der ein Ziel oder ein Wunsch auftaucht, einfach aktiv zu werden!

Wenn Sie daran erinnert werden, mehr Sport zu machen, dann fangen Sie einfach an. Werden Sie aktiv. Steigen sie eine U-Bahnstation früher aus oder laufen Sie zur nächsten Verabredung, Vorlesung oder zum nächsten Geschäftstermin.

Wenn Sie ein Gespräch mit einem schlechten Gefühl verlassen, weil es in einem Streit endete, dann könnten Sie sich umdrehen und sagen: Lassen Sie uns eine Lösung finden, ich mag es nicht, Gespräche mit einem Streit und Ärger zu beenden!

Gehen Sie das nächste mal an Ihrer Gitarre vorbei und denken, eigentlich wollte ich dieses Instrument mal lernen, dann vereinbaren Sie sofort ein Termin bei einer Musikschule oder nutzen einen anderen Kanal um ihre gewünschten Fähigkeiten zu erreichen, aber verschieben Sie es nicht.

Wenn Sie mit Genuss an Ihre Freundin oder Ihren Freund denken, dann sagen Sie ihm oder Ihr dies und lassen ihn/ sie teilhaben.

Dann wird sich etwas ändern.
Ich freu mich über geteilte Erfahrungen beim aktiv werden auf:

facebook.com/studentcoaching.at oder an hanns.roehl (at) studentcoaching.at

H. J. R.

Ziele

Zum Einstieg möchte ich den Begriff Ziel bildlich am Beispiel des Bogenschießens beschreiben.
Beim Bogenschießen ist das klare Ziel, ins Gelbe zu treffen. Dafür muss ich mich konzentrieren, ruhig atmen, das Ziel visualisieren und im richtigen Moment die Sehne loslassen. Dann kann ich den Pfeil nicht mehr beeinflussen, er fliegt und trifft oder eben nicht.
Nun gibt es eine große Anzahl von Störfaktoren. Es geht los mit meinem Material. Ist der Bogen in Ordnung? Stimmt die Justierung des Visiers? Ist der Pfeil in Ordnung? Hat  er heile Federn? Und geht weiter mit meiner Fähigkeit, richtig zu zielen, mich zu konzentrieren, ruhig zu atmen und im richtigen Moment los zu lassen.
Aber auch dann ist es nicht vorbei. Jetzt kann noch ein Windstoß kommen und egal, wie gut die gesamte Vorbereitung war, das Ziel treffe ich wahrscheinlich nicht.
Das Schöne an diesem Beispiel ist, dass ich mein Ziel genau kenne. Außerdem kann ich die meisten Störfaktoren gut kontrollieren.
Was nicht in meiner Macht liegt, sind der Wind oder eine Biene, die mich stört. Dagegen bin ich absolut hilflos.

Was können wir vom Bild des Bogenschiessens für unsere Zielkompetenz lernen?

Oft passiert es, dass der erste wichtige Schritt übersprungen wird, nämlich sein Ziel klar zu definieren: „Ich möchte ins Gelbe treffen!“
Wenn ich das nicht mache, wie soll ich dann treffen? Oder im übertragenen Sinn meine persönlichen, universitären oder beruflichen Ziele erreichen?

Auf diesen Prozess, das Ziel klar festzulegen, möchte ich nun näher eingehen. Man fängt also bei sich selbst an: „Was sind meine Ziele?“ oder „Was ist mein momentanes Ziel?“ Das klar zu sagen, ist meines Erachtens ziemlich schwer. Unser ganzes Leben werden uns Ziele vorgegeben. Im Kindergarten müssen wir basteln, oft nicht das, was uns gefällt sondern das, was uns vorgegeben wird. In der Schule müssen wir Schreiben, Lesen und Rechnen lernen. Keiner fragt, ob wir das wollen. Es gehört in unserer Gesellschaft einfach dazu, also müssen wir. Am Ende der Schulzeit sollen wir unseren Schulabschluss machen. Und so weiter. Das sind alles Ziele, die nicht unbedingt von uns selbst kommen.

Worauf ich hinaus möchte ist: Wenn wir unser ganzes Leben darauf hin geschult werden, Ziele unserer Eltern, unserer Kindergärtnerinnen und später unserer Lehrerinnen zu verfolgen und zu erfüllen, könnte es sein, dass wir erstmal lernen müssen, zwischen vorgegeben und unseren eigenen Zielen zu unterscheiden.

Zwischen tiefen persönlichen Zielen und gesellschaftlich akzeptierten und vorgegebenen Zielen zu unterscheiden ist also ein anspruchsvoller Lernprozess, aber ich denke er lohnt sich.
Also geht es hier zunächst um die Frage: „Was will ICH wirklich?“

 H. J. R.

Zeitmanagement und dessen Kern.

Im Vorangegangen Beitrag wurden mögliche Grundprinzipien für erfolgreiches Zeitmanagement vorgestellt, zur Wiederholung:
Ziele definieren, Puffer einbauen, Fokussieren, offline gehen, Pausen und Evaluieren

Ich möchte mich heute mit folgenden Fragen auseinander setzen: Wie kommt Zeitmanagement eigentlich zustande? Was ist der Sinn dahinter?  Was ist der Kern?

Der Ursprung von Zeitmanagement ist wahrscheinlich der Jahreszyklus. Frühling, Sommer, Herbst und Winter kann kein Mensch entkommen. In jeder dieser Jahreszeiten mussten bestimmte Aufgaben erledigt werden, um in der darauf folgenden zu überleben. Der heutige Ansatz ist wohl eher die Erkenntnis, dass ein Tag nur bzw. erfreulicher Weise 24 Stunden hat. Zwar bekommen wir in den Schaltjahren einen Tag, geschenkt, dass ist allerdings nur alle vier Jahre. Weitere Zeitgeschenke, um Aufgaben zu erledigen oder sich zu erholen, werden wir allerdings nicht bekommen.

Wenn ich mir nun Gedanken über einen Tag mache, kann ich mich dafür entscheiden, ihn zu planen oder ich schaue, was auf mich zukommt. Jedoch auch, wenn ich meinen Tag nicht plane, gibt es eine Art natürlichen Zeitplan. Ich muss essen, trinken, schlafen. Sprechen wir über einen längeren Zeitraum, brauchen die meisten Menschen auch sozialen Kontakt usw. Alle diese Dinge werden nicht unbedingt geplant, es ist aber unmöglich ihnen zu entkommen. Nur die Zeit dazwischen kann ich nach Belieben nutzen und einteilen.

Ganz so flexibel wie viele meinen sind wir also nicht mit Zeitplänen.

Der Sinn von Zeitplänen leuchtet den meisten Menschen ein, es muss jedoch jeder für sich entscheiden, wie er das Ganze umsetzt.
Es gibt sogenannte Zeitplaner: das sind erweiterte Kalender, die es durch ihre Struktur erleichtern, einen Tag sinnvoll zu planen. zB. Chronoplan oder Moleskine.
Heute gibt es dafür eine reihe von Apps und anderen Computerprogramme zB. google calendar oder iCal.
Beides hilft, Ziele nicht zu vergessen und Aufgaben in einer sinnvollen Reihenfolge zu erledigen.

Es gibt viele analoge und digitale Hilfsmittel für Zeitmanagement. Meiner Erfahrung nach kommt es nicht darauf an, welches Modell ich wähle. Hauptsache ich wähle überhaupt. Jede Art, seinen Tag, seine Woche oder sein Jahr zu organisieren, hat ihre Vor- und Nachteile. Einzig und allein das „sich Organisieren“ gegenüber dem „sich nicht Organisieren“ hat viele Vorteile!

Der Kern von Zeitmanagement sind für mich jedoch nicht nur die Methoden und Kalendereinträge, sondern vor allem klare Ziele.
Denn gleichgültig wie perfekt ich meinen Tag plane, wie sehr ich auch auf richtige Pausen achte und über den Tag verteilte Leistungszyklen beachte, ohne Ziele und ohne an den richtigen Schritten zur Zielerreichung zu arbeiten, geht nichts voran.

In der 44. Kalenderwoche werde ich dann näher auf Ziele eingehen.

H. J. R.

Zeit haben, Zeit einteilen, sich Zeit nehmen

Zum Anfang des neuen Semesters und des neuen Studencoaching Seminars Fit-For-Future möchte auch ich mich persönlich vorstellen. Mein Name ist Jakob Ritzkat und ich werde zusammen mit Hanns J. Röhl in diesem Blog schreiben. Mein Profil findet Ihr auf der studentcoaching.at Website und in naher Zukunft auch unter stu4you.com, unserem Coaching- und Seminarangebot von Studenten für Studenten.

Das Semester hat also wieder angefangen und am Anfang, der Zeit der Seminarvergabe und der ersten Lehrveranstaltungen, die sich nicht selten überschneiden und einiges an Zeit- und Terminplanung erfordern. Zeitmanagement erfordert erfahrungsgemäß Übung und einen individuellen Stil, aber es gibt dennoch ein paar Grundprinzipien, die allgemein sinnvoll sind.

Ziele definieren und ordnen – Sich bewusst machen, was man in einem definierten Zeitraum (z.B. in den nächsten 2 Stunden, heute, diese Woche, 3x pro Woche) geschafft haben will. Diese Ziele ordnen nach Wichtigkeit, d.h. etwas Wichtigeres darf nicht von weniger Wichtigem gestört werden.

Puffer einbauen – manche Dinge brauchen mehr Zeit, als man vorher vermutet. Wenn man für eine einstündige Tätigkeit z.b. 20 Minuten mehr einplant, vermeidet man Überschneidungen und unnötige Hektik.

Fokussieren, Offline gehen – Wenn man eine bestimmte Aufgabe erledigen will, hilft es, alle Ablenker und Störungen (Internet, Telefon, etc.) für die Dauer der Tätigkeit abzustellen. „Die nächste  Stunden gehört nur dieser Aufgabe und ich lasse mich nicht durch Anderes ablenken.“

Pausen – Auf Lernpausen und Energiehaushalt werden wir sicher noch detailliert zu sprechen kommen, wenn es um Lerntechniken geht. Wichtig sind Pausen jedoch immer, vor allem wenn es darum geht, zwischen 2 Tätigkeiten durchzuatmen und nicht nahtlos von einem zum nächsten übergehen zu müssen. Dafür kann man z.B. einen Zeitpuffer nutzen.

Evaluieren – Rückschau halten was funktioniert hat und was nicht, welche Vorhaben waren unrealistisch, wo hat man sich zu viel vorgenommen. Aber auch: Wo war Leerlauf, wurde eventuell Zeit „vertrödelt“, die einem später woanders gefehlt hat? Nach einer Zeit findet man so ziemlich gut heraus, was für einen persönlich funktioniert und was nicht. Das lässt sich auch gut ritualisieren, z.B. indem man 1x in der Woche zurückblickt und Bilanz über sein Zeitmanagement zieht.

 

Nun lassen sich sicher noch mehrere und ausgefeiltere Systeme und Pläne zum Zeitmanagement aufzählen, diese Grundprinzipien sind auf jeden Fall ein guter Ausgangspunkt und so simpel sie auch scheinen mögen, extrem hilfreich.

Mehr zu Zeit- und Selbstmanagement demnächst wie gewohnt hier im Blog, auf unserer Facebook-Seite und zum hautnah erleben ab diesen Herbst/Winter in dem Program Fit-For-Future, zu finden auf unserer Homepage sutdentcoaching.at.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es in unserer beschleunigten Welt sehr gut tun kann, einfach mal einen Tag nichts geplant zu haben, keine Termine und Aufgaben erfüllen zu müssen. Das darf man auch.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag,

J.R.

Unsicherheit und Entwicklung

Hallo,

mein Name ist Hanns J. Röhl und ich werde von nun an regelmäßig auf diesem Blog schreiben. Auf der stu4you.at Homepage, stelle ich mich kurz vor und ich freue mich wenn ihr vorbei schaut.

Ich möchte mich heute, auch weil es mein erster Artikel ist, mit dem Eintritt in ein neues Umfeld beschäftigen.
Wir Menschen sind es gewöhnt immer eine Einführungsphase zu durchlaufen. Das taten wir in der Kennlernphase im Kindergarten, das tut aber auch jeder Arbeitnehmer in der Probezeit, in der man das Unternehmen und dessen Kultur kennen lernt. In der Universität gibt es meist ein SOT (student orientation tutorium) oder ähnliche Einführungsveranstaltungen.

Dieser Prozess ist der Einstieg in deinen neuen Lebensabschnitt als Student. Natürlich ist Neues meist auch mit Unsicherheiten verbunden, umso schöner wenn sich die Tutoren als freundlich und hilfsbereit herausstellen und die neuen Kollegen zu Freunden werden.

Was hilft nun im Umgang mit Unsicherheit?
Leider gibt es bisher noch keine Patentlösung im Umgang mit Unsicherheit und Neuem, das bedeutet allerdings auch, es gibt kein richtig und falsch. Was es aber bereits gibt, ist die Erkenntnis das Üben hilft!
Seid ihr also „unsicher“, könnt ihr versuchen ein konkretes Beispiel zu finden um dann verschiedene Lösungsmöglichkeiten auszuprobieren. Das könnte zum Beispiel die Unsicherheit sein fremde Menschen anzusprechen.

Wie übt man das jetzt?

Ein guter Einstieg ist es mit Blickkontakt zu beginnen, indem man jeden Tag auf der Straße, mindestens einmal versucht, mit einer fremden Person Blickkontakt herzustellen und nicht derjenige ist, der ihn abbricht. Tipp: Schaut nicht zu grimmig sondern lächelt, das hilft zusätzlich.
Der nächste Schritt wäre dann fremde Personen anzusprechen. Auch das kann man erst mal einfach üben,  indem Du nach der Uhrzeit oder nach dem Weg fragst.

Vielleicht klingen diese Schritte für viele sehr banal, aber ich hab sie selbst ausprobiert und kann bestätigen, dass sie helfen. Natürlich kann man die Schwierigkeit immer weiter steigern, seid selbst kreativ oder meldet euch , natürlich auch wenn ihr andere Fragen habt, bei stu4you.

 Viel Erfolg.

H. J. R.

 

Bring Ordnung in das Semester-Chaos!

Herzlich willkommen zurück aus der Sommerpause! Das Studentcoaching-Blog meldet sich zurück mit Blick auf das neue Wintersemester, auch wenn zum Glück noch spätsommerliche Temperaturen in Wien herrschen.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und das neue Semester steht vor der Tür. Da will so einiges organisiert werden: Neue Lehrveranstaltungen, Seminare, Nebenjobs, Hobbies, Freunde und Bekanntschaften. Oft steckt man voller Tatendrang und es zieht einen in verschiedene Richtungen, den Überblick zu behalten ist gar nicht so leicht. Darum soll es heute gehen.

Wir haben uns in einem vergangenen Eintrag mit den Lerntypen beschäftigt, visuell, auditiv, kommunikativ und motorisch (je nach Auffassung der Theorie variieren die Namen und Klassifikationen). Man geht davon aus, das 65% der Bevölkerung primär visuell lernen, deswegen wollen wir das Augenmerk heute darauf lenken. Die Methode, mit der wir das angehen ist vielen sicherlich bekannt: Die Mindmap.

Eine Mindmap ist eine Methode zur Visualisierung von Gedanken, die auf unterschiedliche Art und Weise miteinander verknüpft sind. Diese Beziehungen werden anschaulich gemacht, in dem entlang von „Ästen“ Schlagworte, hinter denen sich meist komplexere Sachverhalte verbergen, platziert werden. So kann man Informationen verdichten und übersichtlicher abbilden.

Das kann ein komplexer Lernstoff sein, oder aber eine komplexe Semesterplanung die alles miteinander vereint, Freizeit, Uni, Beruf, Hobbies, Sport, Events und was sonst noch so alles spannendes passieren kann in einem Semester.

Man kann sie selber ganz einfach zeichnen auf einem Blatt Papier oder auch digital etwas herum spielen, eine kostenlose Software dazu heißt Freemind.

In unserem neuen Angebot von stu4you, in dem wir eine Mischung aus Lerntraining und Coaching über die Dauer von einem Semester anbieten, arbeiten wir vertieft mit Mindmaps, sei es zum Zeit- und Selbstmanagement oder um uns Lerninhalte wirksam einzuprägen. Mehr dazu gibt es bald auf www.studentcoaching.at.

Einfach mal ausprobieren, in Eigenregie oder mit uns zusammen!

 

Gedächtnistest – Check your Brain

Man kann schon neidisch werden auf Kommilitonen, die sich in scheinbar viel kürzerer Zeit als man selbst Inhalte einprägen können. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass das  aufnehmen und wenig später kurz wiedergeben noch längst nicht die ganze Miete für schnelleren Prüfungs- und Studienerfolg ist.

Für erfolgreiches Lernen und Studieren gehört natürlich die Aufnahme von Inhalten in Kurz-,  Mittel- und Langzeitgedächtnis, aber auch das Vernetzen solcher Inhalte und die Anwendbarkeit an konkreten Aufgabenstellungen. Die Gedächtnisspanne ist dabei nur eines von vielen Elementen.

Dass es aber trotzdem Spaß machen kann, sich im Merken zu messen und seine persönliche Gedächtnisleistung zu checken, lässt sich aber nun unabhängig von der Verwendbarkeit für Lernen im Sinne des Studiums kaum von der Hand weisen.

Das kann man z.B. in 20 Minuten bei einem Online-Portal der Universität Duisburg, das hier zu finden ist.

Wie immer viel Spaß beim ausprobieren!

 

Standortbestimmung: Wo komme ich her, wo will ich hin?

 

Im letzten Beitrag des StuCO – Blogs haben wir uns mit der Reflexion des letzten Semesters beschäftigt und versucht, unser Lern- und Studierverhalten besser kennen zu lernen.
Nachdem wir uns dieser Rückschau gewidmet haben, wollen wir nach vorne blicken und damit auf das nächste Semester mit all seinen Möglichkeiten und Herausforderungen. Um zu wissen wo man hin will, sollte man sich natürlich bewusst sein wo man gerade steht!
Im Sinne einer “Standortbestimmung”, könnte das alsoso aussehen: Wie weit bin ich eigentlich im Studium? Wie lange will ich überhaupt noch studieren? Was fehlt mir noch zum nächsten Abschnitt oder zum Abschluss? Diese Auflistung des restlichen Inhalts des Studiums und der Anzahl der Semester, die dafür noch geplant sind, bieten eine wichtige Orientierung.
hjghghg
Als nächstes gilt es, sich verschiedene Ziele aus den Antworten auf diese Fragen abzuleiten. Dabei sollte man versuchen, sich “smarte” Ziele zu formulieren, ganz nach der SMART Formel:
hkjhkhkhk
hjhjhjhj
hjhjh
S  Spezifisch Ziele müssen eindeutig definiert sein (“Ich schreibe Klausur X, Y und  Z und besuche Seminar A und B nächstes Semester“).
M Messbar Ziele müssen messbar sein („Ich war erfolgreich, wenn ich mindestens Klausur X und Y bestanden habe und einen Notendurchschnitt von A in den Seminaren habe“).
A  Akzeptiert Ziele müssen akzeptiert werden (Die Ziele müssen selbst gewählt sein und den eigenen Vorstellungen entsprechen).
R  Realistisch Ziele müssen möglich sein (Nicht von 10 ECTS in einem Semester auf 40 ECTS im anderen Planen, man überschätzt sich bei so etwas gerne).
T  Terminierbar Das Ziel muss einen klaren Zeipunkt haben, bis wann es erledigt ist (Z.B. „Ich habe bis zum Datum XY 20 Seiten meiner Seminararbeit/Bachelorarbeit geschrieben und Korrektur gelesen“).

 

Für eine umfassende Standortbestimmung ist es wichtig, die formulierten Ziele zu hinterfragen.Wie wichtig ist mir schnelles vorankommen im Studium und wobei muss ich Abstriche machen mit meinen sonstigen Plänen? Falls momentan die Orientierung etwas fehlt, mache ich vielleicht nicht lieber ein paar mehr freie Wahlfächer zur Horizonterweiterung? Wieviel Zeit bleibt mir noch für Nebenjob, Hobbies und Freunde? Sind diese Pläne realistisch oder entsteht so ein Ungleichgewicht zu lasten anderer Dinge, die mir wichtig sind? Wenn ich frei wählen könnte, wieviel dieser Ziele würde ich dann noch machen und was würde ich mit der evtl. übrigen Zeit anfangen? Bin ich zufrieden mit der jetzigen Verteilung von Studium, Arbeit, Freunde und persönlichen Interessen?

Diese kritische Betrachtung kann uns helfen, unsere Pläne noch einmal zu überdenken, falls wir vorschnell und in Pläne, Ziele und Zielvorgaben gestürzt haben. Wenn dann immer noch alles so steht, prima, wenn nicht ist es vielleicht sinnvoll sich nochmal neu zu orientieren oder Rat von anderer Seite zu holen.

In diesem Sinne, frohes Erkunden der eigenen Landschaft!