Ziele erfolgreich umsetzen – was macht den Unterschied?

Wenn wir uns große Ziele setzen machen wir meist einen Plan, um sie auch zu erreichen. Das gelingt uns mal besser und mal schlechter, es gibt zahlreiche Faktoren die uns von unserem Ziel abbringen können. Heute wollen wir uns anschauen, wie denn nun ein möglichst wirkungsvoller, ja fast “perfekter” Plan aussehen soll und was daran wirkt.

Richard Wiseman, Psychologie-Professeor und Hobby-Magier hat eine Studie mit über 5000 Personen weltweit durchgeführt, um herauszufinden welche Methoden zur Zielerreichung am wirksamsten sind. Nur 10 % der Teilnehmer haben ihre Ziele am Ende der Studie erreicht. Was haben sie anders gemacht?

1. Sie hatten einen Schritt-für-Schritt Plan und 2. Sie haben sich belohnt, nicht bestraft

Erfolgreiche Teilnehmer der Studie hatten alle einen Plan mit Zwischen-Zielen, meßbaren Bewertungskriterien, klaren Zeitangaben und haben sich regelmäßig für das Einhalten der Ziele belohnt. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Schritt 1

Mein 1. Zwischenziel ist…

Ich glaube ich kann dieses Ziel erreichen, weil…

Um dieses Ziel zu erreichen, werde ich…

Dieses Ziel wird erreicht sein bis…

Meine Belohnung dafür ist…

Schritt 2

Mein 2. Zwischenziel ist…

etc.

2. Sie haben sich die Vorteile in der Zukunft regelmäßig vor Augen geführt.

Antonio Damasio hat in seiner Forschung zur Zeitorientierung herausgefunden, dass die Fokussierung auf positive Ergebnisse, die in der Zukunft liegen, uns am meisten motiviert. Dieser “Ausblick” auf ein gutes Gefühl für eine gemeisterte Prüfung, eine erfolgreiche Job-Bewerbung, mehr Sportlichkeit oder einfach ein paar Kilo abgenommen zu haben hat die Teilnehmer dauerhaft an ihre Ziele und das damit assoziierte Wohlbefinden gebunden.

3. Sie haben ihre Absichten öffentlich gemacht.

Die Teilnehmer, die Freunde und Bekannte in ihre Pläne eingeweiht hatten, sind länger bei ihren Vorhaben geblieben. Auf der einen Seite hat sich die “Verpflichtung” gegenüber sich selbst, den Plan auch einzuhalten, ausgeweitet auf einen größeren Kreis an Menschen die nachfragen und denen man von Erfolg oder eben Mißerfolg berichten konnte. Auf der anderen Seite boten die Freunde Unterstützung und Rat, wenn es schwierig wurde, das Geplante auch durchzuhalten. So wirkte die Öffentlichkeit der Ziele doppelt, als Kontrolle, aber auch als Motivator und Unterstützer.

Entscheidend bei allen Teilnehmern war, dass sie diese Überlegungen auch verschriftlicht hatten. Dabei kann es helfen, den Plan an einem immer sichtbaren Platz in der Wohnung, im Kalendar oder auf dem Laptop anzubringen. So wird man erinnert und behält sein Ziel vor Augen.

Wenn wir uns diese recht simplen Schritte ins Gedächtnis rufen gehören wir vielleicht bei unserem nächsten Vorhaben schon zu den 10%, die ihre Ziele auch wirklich umgesetzt haben…

J.R.

 

 

 

Zeit haben, Zeit einteilen, sich Zeit nehmen

Zum Anfang des neuen Semesters und des neuen Studencoaching Seminars Fit-For-Future möchte auch ich mich persönlich vorstellen. Mein Name ist Jakob Ritzkat und ich werde zusammen mit Hanns J. Röhl in diesem Blog schreiben. Mein Profil findet Ihr auf der studentcoaching.at Website und in naher Zukunft auch unter stu4you.com, unserem Coaching- und Seminarangebot von Studenten für Studenten.

Das Semester hat also wieder angefangen und am Anfang, der Zeit der Seminarvergabe und der ersten Lehrveranstaltungen, die sich nicht selten überschneiden und einiges an Zeit- und Terminplanung erfordern. Zeitmanagement erfordert erfahrungsgemäß Übung und einen individuellen Stil, aber es gibt dennoch ein paar Grundprinzipien, die allgemein sinnvoll sind.

Ziele definieren und ordnen – Sich bewusst machen, was man in einem definierten Zeitraum (z.B. in den nächsten 2 Stunden, heute, diese Woche, 3x pro Woche) geschafft haben will. Diese Ziele ordnen nach Wichtigkeit, d.h. etwas Wichtigeres darf nicht von weniger Wichtigem gestört werden.

Puffer einbauen – manche Dinge brauchen mehr Zeit, als man vorher vermutet. Wenn man für eine einstündige Tätigkeit z.b. 20 Minuten mehr einplant, vermeidet man Überschneidungen und unnötige Hektik.

Fokussieren, Offline gehen – Wenn man eine bestimmte Aufgabe erledigen will, hilft es, alle Ablenker und Störungen (Internet, Telefon, etc.) für die Dauer der Tätigkeit abzustellen. „Die nächste  Stunden gehört nur dieser Aufgabe und ich lasse mich nicht durch Anderes ablenken.“

Pausen – Auf Lernpausen und Energiehaushalt werden wir sicher noch detailliert zu sprechen kommen, wenn es um Lerntechniken geht. Wichtig sind Pausen jedoch immer, vor allem wenn es darum geht, zwischen 2 Tätigkeiten durchzuatmen und nicht nahtlos von einem zum nächsten übergehen zu müssen. Dafür kann man z.B. einen Zeitpuffer nutzen.

Evaluieren – Rückschau halten was funktioniert hat und was nicht, welche Vorhaben waren unrealistisch, wo hat man sich zu viel vorgenommen. Aber auch: Wo war Leerlauf, wurde eventuell Zeit „vertrödelt“, die einem später woanders gefehlt hat? Nach einer Zeit findet man so ziemlich gut heraus, was für einen persönlich funktioniert und was nicht. Das lässt sich auch gut ritualisieren, z.B. indem man 1x in der Woche zurückblickt und Bilanz über sein Zeitmanagement zieht.

 

Nun lassen sich sicher noch mehrere und ausgefeiltere Systeme und Pläne zum Zeitmanagement aufzählen, diese Grundprinzipien sind auf jeden Fall ein guter Ausgangspunkt und so simpel sie auch scheinen mögen, extrem hilfreich.

Mehr zu Zeit- und Selbstmanagement demnächst wie gewohnt hier im Blog, auf unserer Facebook-Seite und zum hautnah erleben ab diesen Herbst/Winter in dem Program Fit-For-Future, zu finden auf unserer Homepage sutdentcoaching.at.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es in unserer beschleunigten Welt sehr gut tun kann, einfach mal einen Tag nichts geplant zu haben, keine Termine und Aufgaben erfüllen zu müssen. Das darf man auch.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag,

J.R.

Bring Ordnung in das Semester-Chaos!

Herzlich willkommen zurück aus der Sommerpause! Das Studentcoaching-Blog meldet sich zurück mit Blick auf das neue Wintersemester, auch wenn zum Glück noch spätsommerliche Temperaturen in Wien herrschen.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und das neue Semester steht vor der Tür. Da will so einiges organisiert werden: Neue Lehrveranstaltungen, Seminare, Nebenjobs, Hobbies, Freunde und Bekanntschaften. Oft steckt man voller Tatendrang und es zieht einen in verschiedene Richtungen, den Überblick zu behalten ist gar nicht so leicht. Darum soll es heute gehen.

Wir haben uns in einem vergangenen Eintrag mit den Lerntypen beschäftigt, visuell, auditiv, kommunikativ und motorisch (je nach Auffassung der Theorie variieren die Namen und Klassifikationen). Man geht davon aus, das 65% der Bevölkerung primär visuell lernen, deswegen wollen wir das Augenmerk heute darauf lenken. Die Methode, mit der wir das angehen ist vielen sicherlich bekannt: Die Mindmap.

Eine Mindmap ist eine Methode zur Visualisierung von Gedanken, die auf unterschiedliche Art und Weise miteinander verknüpft sind. Diese Beziehungen werden anschaulich gemacht, in dem entlang von „Ästen“ Schlagworte, hinter denen sich meist komplexere Sachverhalte verbergen, platziert werden. So kann man Informationen verdichten und übersichtlicher abbilden.

Das kann ein komplexer Lernstoff sein, oder aber eine komplexe Semesterplanung die alles miteinander vereint, Freizeit, Uni, Beruf, Hobbies, Sport, Events und was sonst noch so alles spannendes passieren kann in einem Semester.

Man kann sie selber ganz einfach zeichnen auf einem Blatt Papier oder auch digital etwas herum spielen, eine kostenlose Software dazu heißt Freemind.

In unserem neuen Angebot von stu4you, in dem wir eine Mischung aus Lerntraining und Coaching über die Dauer von einem Semester anbieten, arbeiten wir vertieft mit Mindmaps, sei es zum Zeit- und Selbstmanagement oder um uns Lerninhalte wirksam einzuprägen. Mehr dazu gibt es bald auf www.studentcoaching.at.

Einfach mal ausprobieren, in Eigenregie oder mit uns zusammen!

 

Gedächtnistest – Check your Brain

Man kann schon neidisch werden auf Kommilitonen, die sich in scheinbar viel kürzerer Zeit als man selbst Inhalte einprägen können. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass das  aufnehmen und wenig später kurz wiedergeben noch längst nicht die ganze Miete für schnelleren Prüfungs- und Studienerfolg ist.

Für erfolgreiches Lernen und Studieren gehört natürlich die Aufnahme von Inhalten in Kurz-,  Mittel- und Langzeitgedächtnis, aber auch das Vernetzen solcher Inhalte und die Anwendbarkeit an konkreten Aufgabenstellungen. Die Gedächtnisspanne ist dabei nur eines von vielen Elementen.

Dass es aber trotzdem Spaß machen kann, sich im Merken zu messen und seine persönliche Gedächtnisleistung zu checken, lässt sich aber nun unabhängig von der Verwendbarkeit für Lernen im Sinne des Studiums kaum von der Hand weisen.

Das kann man z.B. in 20 Minuten bei einem Online-Portal der Universität Duisburg, das hier zu finden ist.

Wie immer viel Spaß beim ausprobieren!

 

Standortbestimmung: Wo komme ich her, wo will ich hin?

 

Im letzten Beitrag des StuCO – Blogs haben wir uns mit der Reflexion des letzten Semesters beschäftigt und versucht, unser Lern- und Studierverhalten besser kennen zu lernen.
Nachdem wir uns dieser Rückschau gewidmet haben, wollen wir nach vorne blicken und damit auf das nächste Semester mit all seinen Möglichkeiten und Herausforderungen. Um zu wissen wo man hin will, sollte man sich natürlich bewusst sein wo man gerade steht!
Im Sinne einer “Standortbestimmung”, könnte das alsoso aussehen: Wie weit bin ich eigentlich im Studium? Wie lange will ich überhaupt noch studieren? Was fehlt mir noch zum nächsten Abschnitt oder zum Abschluss? Diese Auflistung des restlichen Inhalts des Studiums und der Anzahl der Semester, die dafür noch geplant sind, bieten eine wichtige Orientierung.
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Als nächstes gilt es, sich verschiedene Ziele aus den Antworten auf diese Fragen abzuleiten. Dabei sollte man versuchen, sich “smarte” Ziele zu formulieren, ganz nach der SMART Formel:
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S  Spezifisch Ziele müssen eindeutig definiert sein (“Ich schreibe Klausur X, Y und  Z und besuche Seminar A und B nächstes Semester“).
M Messbar Ziele müssen messbar sein („Ich war erfolgreich, wenn ich mindestens Klausur X und Y bestanden habe und einen Notendurchschnitt von A in den Seminaren habe“).
A  Akzeptiert Ziele müssen akzeptiert werden (Die Ziele müssen selbst gewählt sein und den eigenen Vorstellungen entsprechen).
R  Realistisch Ziele müssen möglich sein (Nicht von 10 ECTS in einem Semester auf 40 ECTS im anderen Planen, man überschätzt sich bei so etwas gerne).
T  Terminierbar Das Ziel muss einen klaren Zeipunkt haben, bis wann es erledigt ist (Z.B. „Ich habe bis zum Datum XY 20 Seiten meiner Seminararbeit/Bachelorarbeit geschrieben und Korrektur gelesen“).

 

Für eine umfassende Standortbestimmung ist es wichtig, die formulierten Ziele zu hinterfragen.Wie wichtig ist mir schnelles vorankommen im Studium und wobei muss ich Abstriche machen mit meinen sonstigen Plänen? Falls momentan die Orientierung etwas fehlt, mache ich vielleicht nicht lieber ein paar mehr freie Wahlfächer zur Horizonterweiterung? Wieviel Zeit bleibt mir noch für Nebenjob, Hobbies und Freunde? Sind diese Pläne realistisch oder entsteht so ein Ungleichgewicht zu lasten anderer Dinge, die mir wichtig sind? Wenn ich frei wählen könnte, wieviel dieser Ziele würde ich dann noch machen und was würde ich mit der evtl. übrigen Zeit anfangen? Bin ich zufrieden mit der jetzigen Verteilung von Studium, Arbeit, Freunde und persönlichen Interessen?

Diese kritische Betrachtung kann uns helfen, unsere Pläne noch einmal zu überdenken, falls wir vorschnell und in Pläne, Ziele und Zielvorgaben gestürzt haben. Wenn dann immer noch alles so steht, prima, wenn nicht ist es vielleicht sinnvoll sich nochmal neu zu orientieren oder Rat von anderer Seite zu holen.

In diesem Sinne, frohes Erkunden der eigenen Landschaft!

 

Das Semester ist vorbei, habe ich alles richtig gemacht?

Wem kommt das nicht bekannt vor: das Semester ist vorbei, man lässt die letzten Prüfungswochen schnell hinter sich und das neue Semester ist noch weit, weit weg. Manchmal erhält man von Lehrveranstaltungen kurze Zeit später eine Feedbackbogen zur Lehrevaluation. Damit soll die Lehre verbessert werden und der Dozent oder die Dozentin in ihren didaktischen Fähigkeiten und ihrer Kompetenz gemessen werden. Soweit so gut, das ist manchmal ein bisschen lästig, dient aber einer guten Sache.

Was aber ist mit der eigenen Evaluation? Konkret bedeutet das, sich Fragen in etwa folgendem Stil zu stellen:

  • Habe ich meinen Zeitplan eingehalten? Womit habe ich Zeit verschwendet und nicht optimal genützt?
  • Habe ich die (hoffentlich vorher ausgewählte) Lernmethode auch wirklich genutzt?
  • Was ist mir schwer gefallen, womit hatte ich meine Probleme?
  • Habe ich meine Ziele erreicht?

Genauso wichtig wie diese “Kontrollfragen” sind aber auch resourcenorientierte Fragen, welche die eigenen Stärken und Fähigkeiten sichtbar machen (allzu oft konzentriert man sich auf den defizitären Teil seiner Lerngewohnheiten).

  • Was ist mir leicht gefallen, wo war ich besser als erwartet?
  • Was hat mich motiviert, was hat mir Spaß gemacht?
  • Wie habe ich auftretende Schwierigkeiten erfolgreich gemeistert?
  • Wo habe ich Fortschritte gemacht?
  • An welchen Punkten kann ich mein Lernverhalten optimieren?

Eine Reflexion erweitert das Verstehen der eigenen Verhaltensweisen und kann maßgeblich zur Verbesserung beim Lernen beitragen, auch wenn sie nach getaner Arbeit vielleicht mühsam erscheinen mag. Hier investiert man in die Zukunft!

In diesem Sinne, viel Spaß beim “Aha-Effekt” der Selbstbetrachtung!

Wie behalte ich möglichst viel von einer Vorlesung?

Der Frontalunterricht in Form einer Vorlesung ist nach wie vor eine der häufigsten Formen der Wissensvermittlung an der Universität und sicher auch die älteste Methode. Das ist natürlich bedingt durch die große Anzahl an studentischer Höhrerschaft und hat sich über die Jahrhunderte durchgesetzt. Doch oftmals gleichen die Hörsäle einem gemeinsamen Schlafplatz gemäß dem Motto: “Wenn alles schläft und einer spricht, sowas nennt man Unterricht.”

Die Behaltensleistung ist dementpsrechend gering und manch einer fragt sich, wozu er überhaupt noch in Vorlesungen geht, wenn ohnehin nicht wirklich etwas vom vorgetragenen Stoff behalten wird. Hier ein paar Tips, wie man den Inhalt aus einer Vorlesung besser behält.

  • Mitschreiben in Stichworten (ist eigentlich Grunvoraussetzung für jede Vorlesung)
  • Sich vornehmen, Fragen zu stellen (um eine Frage zu stellen, muss man sich mit dem Inhalt auseinandersetzen, was die Merkleistung fördert)
  • Am Ende der Vorlesung versuchen, das Vorgetragene kurz in eigenen Worten zusammenzufassen

Zum Schluss noch ein Tip, der auf den ersten Blick kontraproduktiv erscheint: Kritzeln und kleine Bildchen zeichnen. Die Psychologin Jackie Andrade hat in einer Studie gezeigt, wie das “Doodling” während eines Vortrags die Merkleistung bei einer Gruppe von Probanden erhöht hat, nachzulesen im Guardian und im Originaltext der Studie an der Universität Plymouth.

Wenn man sich also mal nicht aufraffen kann mitzuschreiben, einfach ein bisschen mitkritzeln!

 

Das Lern-Sommerloch und verteiltes Lernen

Wenn nicht gerade ein Praktikum absolviert oder eine Sommer-Uni besucht wird, dann setzt sich der typische Student wohl eher zwischen “ein wenig” und “gar nicht” mit seinem Stoffgebiet auseinander. Das ist auch gut so, denn Pause und Erholung von geistiger Arbeit und Höchstleistung zum Semesterende müssen sein um Kräfte und Motivation zu tanken.

Doch auf jeden Sommer folgt der Herbst und damit der Beginn des Wintersemesters. Oft fällt es schwer, wieder in seinen Arbeitsrhytmus zu finden, gerade wenn am Anfang des Semesters Abgaben oder Klausuren anstehen.

Verteiltes Lernen bedeutet, in vielen kleinen Einheiten mit mehreren Pausen zu lernen, da das Behalten des Lernstoffs dadurch länger anhält. Dieses Prinzip kann man sich zu Nutze machen, indem man über den Sommer verteilt immer mal wieder in 2-3 kleinen, 10-15 Minuten langen Einheiten pro Woche sich mit dem im Herbst anstehenden Lernstoff auseinander setzt. Das kann einen Absatz lesen oder ein Kapitel überfliegen, oder auch ein Begriff oder eine Definition lernen. Dadurch hält man sein Gehirn fit und bereitet es vor auf den Wiedereinstieg ins Semester.

Wie bei so vielem Anderen auch, steter Tropfen hölt den Stein…einfach mal ausprobieren!

 

 

 

Was ist dein WPM Count?

WPM ist ein Begriff aus dem Speed Reading und steht für “words per minute” oder eben “Wörter pro Minute” und gibt an, mit welcher Geschwindigkeit eine Person einen Text lesen und verstehen kann. Wer hat sich nicht schon einmal durch ein dickes Lehrbuch geplagt und die Seiten gezählt, die man noch lesen muss? Dem kann man entgegen wirken.

Ab der Grundschule wird das Lesen kaum noch geübt und in Konsequenz beträgt der internationale Durchschnitt ca. 250 Wörter pro Minute, d.h. man liest 250 Wörter in der Minute. Mit etwas Training kann man diesen Wert bei gleichbleibendem Textverständnis verdoppeln. Dazu geht man in mehreren Schritten vor, die hier kurz angeschnitten werden.

Der Klassiker der Speed Reading Literatur ist sicherlich Speed Reading von Tony Buzan, der auch als “Erfinder” der Methode gilt.

Wer mit dem Computer lernen will, kann sich auch durch ein Programm wie dieses hier unterstützen lassen, ein normales Buch ist aber für den Einstieg ebenso geeignet.

Praktischer Nutzen für das Studium:

  • Fachtexte schnell erfassen, die dann später noch ausgearbeitet werden, z.B. mit einer Mind Map.
  • Abstracts lesen, Literaturrecherche beschleunigen.
  • Weniger Zeit mit lesen, mehr mit vertiefen und lernen verbringen!

Viel Spaß beim ausprobieren und WPM zählen!

Selbstständig lernen mal anders

In Zeiten von Bachelor- und Master-Abschlüssen wird oft diskutiert, wie “verschult” das Studium heutzutage ist und ob Studenten überhaupt noch selbstständig Wissen erwerben können in solch eng gestrikten Studienplänen.

In Indien hat ein ebenso ungewöhnliches wie überraschendes Experiment einen ganz anderen Ansatz mit Kindern in einem Slum in Neu Delhi versucht: Kein Studienplan, kein Lehrer, nicht ein mal ein Klassenzimmer. Alles was es gab, war ein Loch in der Mauer, und so wurde das Projekt auch genannt, “Hole in the Wall”.

Sugata Mitra ist der Leiter der mittlerweile weiter verbreiteten “Hole in the Wall” -Experimente und spricht hier über sein Projekt.

Ganz nebenbei hat sein Projekt den Autor Vikas Swarup inspiriert, als er an seinem Buch “Q&A” geschrieben hat. Dieses Buch wiederum diente später als Grundlage für den Kino-Hit Slumdog Millionaire.

Eine tolle Geschichte die zeigt, was der Mensch doch für eine intuitive Begabung für selbstständiges und kooperatives Lernen hat!