Das Lern-Sommerloch und verteiltes Lernen

Wenn nicht gerade ein Praktikum absolviert oder eine Sommer-Uni besucht wird, dann setzt sich der typische Student wohl eher zwischen “ein wenig” und “gar nicht” mit seinem Stoffgebiet auseinander. Das ist auch gut so, denn Pause und Erholung von geistiger Arbeit und Höchstleistung zum Semesterende müssen sein um Kräfte und Motivation zu tanken.

Doch auf jeden Sommer folgt der Herbst und damit der Beginn des Wintersemesters. Oft fällt es schwer, wieder in seinen Arbeitsrhytmus zu finden, gerade wenn am Anfang des Semesters Abgaben oder Klausuren anstehen.

Verteiltes Lernen bedeutet, in vielen kleinen Einheiten mit mehreren Pausen zu lernen, da das Behalten des Lernstoffs dadurch länger anhält. Dieses Prinzip kann man sich zu Nutze machen, indem man über den Sommer verteilt immer mal wieder in 2-3 kleinen, 10-15 Minuten langen Einheiten pro Woche sich mit dem im Herbst anstehenden Lernstoff auseinander setzt. Das kann einen Absatz lesen oder ein Kapitel überfliegen, oder auch ein Begriff oder eine Definition lernen. Dadurch hält man sein Gehirn fit und bereitet es vor auf den Wiedereinstieg ins Semester.

Wie bei so vielem Anderen auch, steter Tropfen hölt den Stein…einfach mal ausprobieren!

 

 

 

Was ist dein WPM Count?

WPM ist ein Begriff aus dem Speed Reading und steht für “words per minute” oder eben “Wörter pro Minute” und gibt an, mit welcher Geschwindigkeit eine Person einen Text lesen und verstehen kann. Wer hat sich nicht schon einmal durch ein dickes Lehrbuch geplagt und die Seiten gezählt, die man noch lesen muss? Dem kann man entgegen wirken.

Ab der Grundschule wird das Lesen kaum noch geübt und in Konsequenz beträgt der internationale Durchschnitt ca. 250 Wörter pro Minute, d.h. man liest 250 Wörter in der Minute. Mit etwas Training kann man diesen Wert bei gleichbleibendem Textverständnis verdoppeln. Dazu geht man in mehreren Schritten vor, die hier kurz angeschnitten werden.

Der Klassiker der Speed Reading Literatur ist sicherlich Speed Reading von Tony Buzan, der auch als “Erfinder” der Methode gilt.

Wer mit dem Computer lernen will, kann sich auch durch ein Programm wie dieses hier unterstützen lassen, ein normales Buch ist aber für den Einstieg ebenso geeignet.

Praktischer Nutzen für das Studium:

  • Fachtexte schnell erfassen, die dann später noch ausgearbeitet werden, z.B. mit einer Mind Map.
  • Abstracts lesen, Literaturrecherche beschleunigen.
  • Weniger Zeit mit lesen, mehr mit vertiefen und lernen verbringen!

Viel Spaß beim ausprobieren und WPM zählen!

Selbstständig lernen mal anders

In Zeiten von Bachelor- und Master-Abschlüssen wird oft diskutiert, wie “verschult” das Studium heutzutage ist und ob Studenten überhaupt noch selbstständig Wissen erwerben können in solch eng gestrikten Studienplänen.

In Indien hat ein ebenso ungewöhnliches wie überraschendes Experiment einen ganz anderen Ansatz mit Kindern in einem Slum in Neu Delhi versucht: Kein Studienplan, kein Lehrer, nicht ein mal ein Klassenzimmer. Alles was es gab, war ein Loch in der Mauer, und so wurde das Projekt auch genannt, “Hole in the Wall”.

Sugata Mitra ist der Leiter der mittlerweile weiter verbreiteten “Hole in the Wall” -Experimente und spricht hier über sein Projekt.

Ganz nebenbei hat sein Projekt den Autor Vikas Swarup inspiriert, als er an seinem Buch “Q&A” geschrieben hat. Dieses Buch wiederum diente später als Grundlage für den Kino-Hit Slumdog Millionaire.

Eine tolle Geschichte die zeigt, was der Mensch doch für eine intuitive Begabung für selbstständiges und kooperatives Lernen hat!

Endspurt zum Semesterende, wie halte ich durch?

Das Semesterende steht unmittelbar bevor, und damit auch die Wochen in denen sich Prüfungstermine die Klinke in die Hand geben, am liebsten zu ganz garstig gelegenen Terminen. Das kostet Energie, gerade wenn man für mehrere Fächer lernt, was also tun um nicht schon erschöpft in die Prüfung zu gehen?

Hier sind ein paar kurze Tips bei denen es sich lohnt, sie sich nochmal vor Augen zu führen, auch wenn man es sicher schon das ein oder andere Mal gehört hat.

  • Bewegung, frische Luft, genügend trinken
  • Ablenker am Lernplatz abschalten (Facebook, E-Mail, etc.), wenn dann nur zu bestimmten Zeitpunkten nutzen
  • Countdown führen zur Motivation
  • Tägliche Routine verfolgen
  • Nicht zu schwer essen, leichte Kost
  • Genügend schlafen, wenn möglich zu fixem Zeitpunkt aufstehen
  • Am Abend davor ein realistisches Ziel für den nächsten Tag setzen, dieses auch erfüllen und nicht noch darüber hinaus lernen
  • Lernpausen einhalten, sich kleine Belohnungen für Etappenziele geben
  • Den Tag vor der Prüfung möglichst nicht mehr lernen, zur Entspannung nutzen
  • Entspannungs- oder Atemübungen anwenden
  • Sich jeden Tag etwas Gutes tun, worauf man sich nach dem Lernen freuen kann

 

Und für den unmittelbaren Energieschub hier noch eine kleine informative Infografik :)

Gutes Durchhalten!

 

Aller Anfang…

Hallo und willkommen zum StudentCoaching Blog! Hier finden Sie Wissenswertes und Interessantes zu Selbstmanagement, Selbstorganisation, Lernkompetenzen und Allem, was für unseren Coaching -Prozess von Bedeutung ist.

Fangen wir gleich mit einem Klassiker an, der bei der Bewältigung von großen Stoffmengen durchaus hilfreich sein kann: die Forum Romanum Methode.

Dabei werden zu merkende Inhalte mit Ihnen bekannten Orten verknüpft, um sie sich besser einzuprägen. Senatoren im antiken Rom benutzten sie um sich ihre Reden und Argumentationen besser merken zu können, solche Methoden wurden für lange Zeit geheim gehalten.

Im Detail beschrieben auf folgender Website, die sich mit dem breiten Spektrum von “Methoden” beschäftigt: Forum Romanum Methode

Wer sehen will, was mit Memo-Techniken so alles angestellt wird, wird hier fündig: Memo-Pros bei der Arbeit

Viel Erfolg beim Merken und Einprägen!