Was habe ich gerade gelernt?

Wer kennt diesen Moment nicht: Man liest einen Text, arbeitet mit einem Skript oder schaut sich vielleicht online eine Vorlesung an und bemerkt, dass man gar nicht weiß worum es geht. Diese Art des “passiven” lernens, also ohne sich aktiv mit dem Stoff auseinanderzusetzen kostet Zeit und Mühe, da der Lerneffekt eingeschränkt ist und meist mehrere Wiederholungen nötig sind.

Eine aktivere Methode, sich mit Text auseinander zu setzen ist die SQ3R-Methode.Dabei wird ein Textabschnitt oder Kapitel in 5 Phasen durchgearbeitet:

  • Survey (einen Überblick verschaffen, Durchblättern)
  • Question (Fragen an den Text stellen: Was will ich später wissen? Welche Fragen könnten dazu in einer Klausur gestellt werden?)
  • Read (Text durchlesen)
  • Recite (Wiedergabe der Schlüsselelemente in eigenen Worten oder schriftlich)
  • Review (Wiederholen der Schlüsselwörter aus den ersten Schritten, erstes Einprägen)

Diese Methode, die bereitsin den siebziger Jahren von Robinson vorgestellt wurde, ist auch heute noch eine der populärsten ihrer Art (Robinson, Francis Pleasant (1970). Effective study. New York: Harper & Row). So werden Denkprozesse und Fragen schon während der Aufnahme des zu lernenden Stoff eingeleitet und miteinander verknüpft, wodurch das Einprägen leichter wird.

Um noch einen aktuellen Blick auf das Thema aktives Lernen zu werfen, kann man eine Studie von Marissa Hartwig und John Dunlosky empfehlen, die sich mit dem Lernverhalten von US-amerikanischen Studenten und deren Durchschinttsnote GPA (Grand Point Average) beschäftigt. Hier der Link zum Original-Paper und zu dem Artikel über Lernverhalten aus Psychology Today, in dem die Studie erwähnt wird.

Fazit: Es lohnt sich immens, sich aktiv mit einem Stoff auseinanderzusetzen und Fragen zu stellen anstatt einfach nur vorne anzufangen und hinten aufzuhören.  Beim nächsten Mal also ruhig die Fragen stellen: Was lerne ich als nächstes? Was will ich am Ende des Kapitels wissen?

Eine aktive Lernhaltung spart Zeit und Energie und fördert den Merkprozess!

Viel Erfolg beim Anwenden!

Endspurt zum Semesterende, wie halte ich durch?

Das Semesterende steht unmittelbar bevor, und damit auch die Wochen in denen sich Prüfungstermine die Klinke in die Hand geben, am liebsten zu ganz garstig gelegenen Terminen. Das kostet Energie, gerade wenn man für mehrere Fächer lernt, was also tun um nicht schon erschöpft in die Prüfung zu gehen?

Hier sind ein paar kurze Tips bei denen es sich lohnt, sie sich nochmal vor Augen zu führen, auch wenn man es sicher schon das ein oder andere Mal gehört hat.

  • Bewegung, frische Luft, genügend trinken
  • Ablenker am Lernplatz abschalten (Facebook, E-Mail, etc.), wenn dann nur zu bestimmten Zeitpunkten nutzen
  • Countdown führen zur Motivation
  • Tägliche Routine verfolgen
  • Nicht zu schwer essen, leichte Kost
  • Genügend schlafen, wenn möglich zu fixem Zeitpunkt aufstehen
  • Am Abend davor ein realistisches Ziel für den nächsten Tag setzen, dieses auch erfüllen und nicht noch darüber hinaus lernen
  • Lernpausen einhalten, sich kleine Belohnungen für Etappenziele geben
  • Den Tag vor der Prüfung möglichst nicht mehr lernen, zur Entspannung nutzen
  • Entspannungs- oder Atemübungen anwenden
  • Sich jeden Tag etwas Gutes tun, worauf man sich nach dem Lernen freuen kann

 

Und für den unmittelbaren Energieschub hier noch eine kleine informative Infografik :)

Gutes Durchhalten!

 

Motivation

Davon kann wohl ein jeder manchmal etwas mehr gebrauchen, gerade wenn es in die heiße Prüfungsphase geht. Dabei hat fast ein jeder mittlerweile von extrinsischer (von außen kommend, also aus der Umwelt) und intrinsischer Motivation (von innen her kommend, also aus einem selbst) gehört und so seine Ideen dazu entwickelt.

Diese Unterscheidung greift jedoch meist zu kurz, deswegen hierzu ein Artikel zu intrinsischer Motivation aus “Psychology Today”, eine der größten englischsprachigen Seiten rund um Psychologie.

Wer nicht genug motiviert ist, einen Artikel über Motivation zu lesen, dem empfehle ich dieses brilliant animierte Video von RSA Animate, in dem Dan Pink uns aufklärt über die verschiedenen Seiten von Motivation.

Viel Spaß damit!

 

Aller Anfang…

Hallo und willkommen zum StudentCoaching Blog! Hier finden Sie Wissenswertes und Interessantes zu Selbstmanagement, Selbstorganisation, Lernkompetenzen und Allem, was für unseren Coaching -Prozess von Bedeutung ist.

Fangen wir gleich mit einem Klassiker an, der bei der Bewältigung von großen Stoffmengen durchaus hilfreich sein kann: die Forum Romanum Methode.

Dabei werden zu merkende Inhalte mit Ihnen bekannten Orten verknüpft, um sie sich besser einzuprägen. Senatoren im antiken Rom benutzten sie um sich ihre Reden und Argumentationen besser merken zu können, solche Methoden wurden für lange Zeit geheim gehalten.

Im Detail beschrieben auf folgender Website, die sich mit dem breiten Spektrum von “Methoden” beschäftigt: Forum Romanum Methode

Wer sehen will, was mit Memo-Techniken so alles angestellt wird, wird hier fündig: Memo-Pros bei der Arbeit

Viel Erfolg beim Merken und Einprägen!