Zeitmanagement und dessen Kern.

Im Vorangegangen Beitrag wurden mögliche Grundprinzipien für erfolgreiches Zeitmanagement vorgestellt, zur Wiederholung:
Ziele definieren, Puffer einbauen, Fokussieren, offline gehen, Pausen und Evaluieren

Ich möchte mich heute mit folgenden Fragen auseinander setzen: Wie kommt Zeitmanagement eigentlich zustande? Was ist der Sinn dahinter?  Was ist der Kern?

Der Ursprung von Zeitmanagement ist wahrscheinlich der Jahreszyklus. Frühling, Sommer, Herbst und Winter kann kein Mensch entkommen. In jeder dieser Jahreszeiten mussten bestimmte Aufgaben erledigt werden, um in der darauf folgenden zu überleben. Der heutige Ansatz ist wohl eher die Erkenntnis, dass ein Tag nur bzw. erfreulicher Weise 24 Stunden hat. Zwar bekommen wir in den Schaltjahren einen Tag, geschenkt, dass ist allerdings nur alle vier Jahre. Weitere Zeitgeschenke, um Aufgaben zu erledigen oder sich zu erholen, werden wir allerdings nicht bekommen.

Wenn ich mir nun Gedanken über einen Tag mache, kann ich mich dafür entscheiden, ihn zu planen oder ich schaue, was auf mich zukommt. Jedoch auch, wenn ich meinen Tag nicht plane, gibt es eine Art natürlichen Zeitplan. Ich muss essen, trinken, schlafen. Sprechen wir über einen längeren Zeitraum, brauchen die meisten Menschen auch sozialen Kontakt usw. Alle diese Dinge werden nicht unbedingt geplant, es ist aber unmöglich ihnen zu entkommen. Nur die Zeit dazwischen kann ich nach Belieben nutzen und einteilen.

Ganz so flexibel wie viele meinen sind wir also nicht mit Zeitplänen.

Der Sinn von Zeitplänen leuchtet den meisten Menschen ein, es muss jedoch jeder für sich entscheiden, wie er das Ganze umsetzt.
Es gibt sogenannte Zeitplaner: das sind erweiterte Kalender, die es durch ihre Struktur erleichtern, einen Tag sinnvoll zu planen. zB. Chronoplan oder Moleskine.
Heute gibt es dafür eine reihe von Apps und anderen Computerprogramme zB. google calendar oder iCal.
Beides hilft, Ziele nicht zu vergessen und Aufgaben in einer sinnvollen Reihenfolge zu erledigen.

Es gibt viele analoge und digitale Hilfsmittel für Zeitmanagement. Meiner Erfahrung nach kommt es nicht darauf an, welches Modell ich wähle. Hauptsache ich wähle überhaupt. Jede Art, seinen Tag, seine Woche oder sein Jahr zu organisieren, hat ihre Vor- und Nachteile. Einzig und allein das „sich Organisieren“ gegenüber dem „sich nicht Organisieren“ hat viele Vorteile!

Der Kern von Zeitmanagement sind für mich jedoch nicht nur die Methoden und Kalendereinträge, sondern vor allem klare Ziele.
Denn gleichgültig wie perfekt ich meinen Tag plane, wie sehr ich auch auf richtige Pausen achte und über den Tag verteilte Leistungszyklen beachte, ohne Ziele und ohne an den richtigen Schritten zur Zielerreichung zu arbeiten, geht nichts voran.

In der 44. Kalenderwoche werde ich dann näher auf Ziele eingehen.

H. J. R.

Zeit haben, Zeit einteilen, sich Zeit nehmen

Zum Anfang des neuen Semesters und des neuen Studencoaching Seminars Fit-For-Future möchte auch ich mich persönlich vorstellen. Mein Name ist Jakob Ritzkat und ich werde zusammen mit Hanns J. Röhl in diesem Blog schreiben. Mein Profil findet Ihr auf der studentcoaching.at Website und in naher Zukunft auch unter stu4you.com, unserem Coaching- und Seminarangebot von Studenten für Studenten.

Das Semester hat also wieder angefangen und am Anfang, der Zeit der Seminarvergabe und der ersten Lehrveranstaltungen, die sich nicht selten überschneiden und einiges an Zeit- und Terminplanung erfordern. Zeitmanagement erfordert erfahrungsgemäß Übung und einen individuellen Stil, aber es gibt dennoch ein paar Grundprinzipien, die allgemein sinnvoll sind.

Ziele definieren und ordnen – Sich bewusst machen, was man in einem definierten Zeitraum (z.B. in den nächsten 2 Stunden, heute, diese Woche, 3x pro Woche) geschafft haben will. Diese Ziele ordnen nach Wichtigkeit, d.h. etwas Wichtigeres darf nicht von weniger Wichtigem gestört werden.

Puffer einbauen – manche Dinge brauchen mehr Zeit, als man vorher vermutet. Wenn man für eine einstündige Tätigkeit z.b. 20 Minuten mehr einplant, vermeidet man Überschneidungen und unnötige Hektik.

Fokussieren, Offline gehen – Wenn man eine bestimmte Aufgabe erledigen will, hilft es, alle Ablenker und Störungen (Internet, Telefon, etc.) für die Dauer der Tätigkeit abzustellen. „Die nächste  Stunden gehört nur dieser Aufgabe und ich lasse mich nicht durch Anderes ablenken.“

Pausen – Auf Lernpausen und Energiehaushalt werden wir sicher noch detailliert zu sprechen kommen, wenn es um Lerntechniken geht. Wichtig sind Pausen jedoch immer, vor allem wenn es darum geht, zwischen 2 Tätigkeiten durchzuatmen und nicht nahtlos von einem zum nächsten übergehen zu müssen. Dafür kann man z.B. einen Zeitpuffer nutzen.

Evaluieren – Rückschau halten was funktioniert hat und was nicht, welche Vorhaben waren unrealistisch, wo hat man sich zu viel vorgenommen. Aber auch: Wo war Leerlauf, wurde eventuell Zeit „vertrödelt“, die einem später woanders gefehlt hat? Nach einer Zeit findet man so ziemlich gut heraus, was für einen persönlich funktioniert und was nicht. Das lässt sich auch gut ritualisieren, z.B. indem man 1x in der Woche zurückblickt und Bilanz über sein Zeitmanagement zieht.

 

Nun lassen sich sicher noch mehrere und ausgefeiltere Systeme und Pläne zum Zeitmanagement aufzählen, diese Grundprinzipien sind auf jeden Fall ein guter Ausgangspunkt und so simpel sie auch scheinen mögen, extrem hilfreich.

Mehr zu Zeit- und Selbstmanagement demnächst wie gewohnt hier im Blog, auf unserer Facebook-Seite und zum hautnah erleben ab diesen Herbst/Winter in dem Program Fit-For-Future, zu finden auf unserer Homepage sutdentcoaching.at.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es in unserer beschleunigten Welt sehr gut tun kann, einfach mal einen Tag nichts geplant zu haben, keine Termine und Aufgaben erfüllen zu müssen. Das darf man auch.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag,

J.R.

Unsicherheit und Entwicklung

Hallo,

mein Name ist Hanns J. Röhl und ich werde von nun an regelmäßig auf diesem Blog schreiben. Auf der stu4you.at Homepage, stelle ich mich kurz vor und ich freue mich wenn ihr vorbei schaut.

Ich möchte mich heute, auch weil es mein erster Artikel ist, mit dem Eintritt in ein neues Umfeld beschäftigen.
Wir Menschen sind es gewöhnt immer eine Einführungsphase zu durchlaufen. Das taten wir in der Kennlernphase im Kindergarten, das tut aber auch jeder Arbeitnehmer in der Probezeit, in der man das Unternehmen und dessen Kultur kennen lernt. In der Universität gibt es meist ein SOT (student orientation tutorium) oder ähnliche Einführungsveranstaltungen.

Dieser Prozess ist der Einstieg in deinen neuen Lebensabschnitt als Student. Natürlich ist Neues meist auch mit Unsicherheiten verbunden, umso schöner wenn sich die Tutoren als freundlich und hilfsbereit herausstellen und die neuen Kollegen zu Freunden werden.

Was hilft nun im Umgang mit Unsicherheit?
Leider gibt es bisher noch keine Patentlösung im Umgang mit Unsicherheit und Neuem, das bedeutet allerdings auch, es gibt kein richtig und falsch. Was es aber bereits gibt, ist die Erkenntnis das Üben hilft!
Seid ihr also „unsicher“, könnt ihr versuchen ein konkretes Beispiel zu finden um dann verschiedene Lösungsmöglichkeiten auszuprobieren. Das könnte zum Beispiel die Unsicherheit sein fremde Menschen anzusprechen.

Wie übt man das jetzt?

Ein guter Einstieg ist es mit Blickkontakt zu beginnen, indem man jeden Tag auf der Straße, mindestens einmal versucht, mit einer fremden Person Blickkontakt herzustellen und nicht derjenige ist, der ihn abbricht. Tipp: Schaut nicht zu grimmig sondern lächelt, das hilft zusätzlich.
Der nächste Schritt wäre dann fremde Personen anzusprechen. Auch das kann man erst mal einfach üben,  indem Du nach der Uhrzeit oder nach dem Weg fragst.

Vielleicht klingen diese Schritte für viele sehr banal, aber ich hab sie selbst ausprobiert und kann bestätigen, dass sie helfen. Natürlich kann man die Schwierigkeit immer weiter steigern, seid selbst kreativ oder meldet euch , natürlich auch wenn ihr andere Fragen habt, bei stu4you.

 Viel Erfolg.

H. J. R.