Was will ICH wirklich?

Wie finde ich heraus, was ich wirklich will?
Leider gibt es kein Patentrezept, welches hilft, genau das heraus zu finden. Diese Frage kann auch kein Coach, Therapeut oder sonst irgendjemand beantworten. Das können nur Sie selbst.

Es ist schwer, eine solche Frage vollständig zu beantworten. Oft ändern sich Ziele und Wünsche. Manchmal hat man eine neue Erkenntnis oder vermeintlich klare Ziele werden unwichtig oder verändert.
Deswegen ist es auch richtig sich Hilfe zu suchen, wenn man mal hängt und nicht weiter weiß. Sei es aufgrund unklarer Umstände oder weil man keine Ahnung hat, wie gesteckte Ziele erreicht werden sollen.
Eine Möglichkeit persönliche Ziele deutlich zu machen, ist sich vorzustellen, wo man in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren sein will.

Was möchte Ich erreicht haben?

Wo will Ich sein?

Sind diese Fragen beantwortet, kann ich mich mit dem Weg dahin auseinander setzen und Etappen- und Zwischenziele ableiten.
Meist ist es äußerst hilfreich, einfach anzufangen, einfach zu beginnen. Es werden Fehler passieren und es wird Rückschläge geben, aber aktiv werden ist der Schlüssel für Veränderung. Erinnern Sie sich an den Bogenschützen/ die Bogenschützin. Es gibt ein klares Ziel, es gibt klare Mittel. Es wird jedoch nichts passieren, wenn ich als Schütze nicht aktiv werde. Aktiv sein, bedeutet anzufangen.
Soweit die Theorie.

Meine Empfehlung an Sie ist, in der nächsten Situation, in der ein Ziel oder ein Wunsch auftaucht, einfach aktiv zu werden!

Wenn Sie daran erinnert werden, mehr Sport zu machen, dann fangen Sie einfach an. Werden Sie aktiv. Steigen sie eine U-Bahnstation früher aus oder laufen Sie zur nächsten Verabredung, Vorlesung oder zum nächsten Geschäftstermin.

Wenn Sie ein Gespräch mit einem schlechten Gefühl verlassen, weil es in einem Streit endete, dann könnten Sie sich umdrehen und sagen: Lassen Sie uns eine Lösung finden, ich mag es nicht, Gespräche mit einem Streit und Ärger zu beenden!

Gehen Sie das nächste mal an Ihrer Gitarre vorbei und denken, eigentlich wollte ich dieses Instrument mal lernen, dann vereinbaren Sie sofort ein Termin bei einer Musikschule oder nutzen einen anderen Kanal um ihre gewünschten Fähigkeiten zu erreichen, aber verschieben Sie es nicht.

Wenn Sie mit Genuss an Ihre Freundin oder Ihren Freund denken, dann sagen Sie ihm oder Ihr dies und lassen ihn/ sie teilhaben.

Dann wird sich etwas ändern.
Ich freu mich über geteilte Erfahrungen beim aktiv werden auf:

facebook.com/studentcoaching.at oder an hanns.roehl (at) studentcoaching.at

H. J. R.

Ziele

Zum Einstieg möchte ich den Begriff Ziel bildlich am Beispiel des Bogenschießens beschreiben.
Beim Bogenschießen ist das klare Ziel, ins Gelbe zu treffen. Dafür muss ich mich konzentrieren, ruhig atmen, das Ziel visualisieren und im richtigen Moment die Sehne loslassen. Dann kann ich den Pfeil nicht mehr beeinflussen, er fliegt und trifft oder eben nicht.
Nun gibt es eine große Anzahl von Störfaktoren. Es geht los mit meinem Material. Ist der Bogen in Ordnung? Stimmt die Justierung des Visiers? Ist der Pfeil in Ordnung? Hat  er heile Federn? Und geht weiter mit meiner Fähigkeit, richtig zu zielen, mich zu konzentrieren, ruhig zu atmen und im richtigen Moment los zu lassen.
Aber auch dann ist es nicht vorbei. Jetzt kann noch ein Windstoß kommen und egal, wie gut die gesamte Vorbereitung war, das Ziel treffe ich wahrscheinlich nicht.
Das Schöne an diesem Beispiel ist, dass ich mein Ziel genau kenne. Außerdem kann ich die meisten Störfaktoren gut kontrollieren.
Was nicht in meiner Macht liegt, sind der Wind oder eine Biene, die mich stört. Dagegen bin ich absolut hilflos.

Was können wir vom Bild des Bogenschiessens für unsere Zielkompetenz lernen?

Oft passiert es, dass der erste wichtige Schritt übersprungen wird, nämlich sein Ziel klar zu definieren: „Ich möchte ins Gelbe treffen!“
Wenn ich das nicht mache, wie soll ich dann treffen? Oder im übertragenen Sinn meine persönlichen, universitären oder beruflichen Ziele erreichen?

Auf diesen Prozess, das Ziel klar festzulegen, möchte ich nun näher eingehen. Man fängt also bei sich selbst an: „Was sind meine Ziele?“ oder „Was ist mein momentanes Ziel?“ Das klar zu sagen, ist meines Erachtens ziemlich schwer. Unser ganzes Leben werden uns Ziele vorgegeben. Im Kindergarten müssen wir basteln, oft nicht das, was uns gefällt sondern das, was uns vorgegeben wird. In der Schule müssen wir Schreiben, Lesen und Rechnen lernen. Keiner fragt, ob wir das wollen. Es gehört in unserer Gesellschaft einfach dazu, also müssen wir. Am Ende der Schulzeit sollen wir unseren Schulabschluss machen. Und so weiter. Das sind alles Ziele, die nicht unbedingt von uns selbst kommen.

Worauf ich hinaus möchte ist: Wenn wir unser ganzes Leben darauf hin geschult werden, Ziele unserer Eltern, unserer Kindergärtnerinnen und später unserer Lehrerinnen zu verfolgen und zu erfüllen, könnte es sein, dass wir erstmal lernen müssen, zwischen vorgegeben und unseren eigenen Zielen zu unterscheiden.

Zwischen tiefen persönlichen Zielen und gesellschaftlich akzeptierten und vorgegebenen Zielen zu unterscheiden ist also ein anspruchsvoller Lernprozess, aber ich denke er lohnt sich.
Also geht es hier zunächst um die Frage: „Was will ICH wirklich?“

 H. J. R.